5 Shawarma Kiosk

25. + 26. April

Mal wieder ein Horrorspiel auf Roblox, das ausgewählt worden war. Man spielt einen Angestellten eines auf Shawarma spezialisierten Imbissladens. Dummerweise gibt es unter den Kunden, die man bedient, auch Anomalien, die keine echten Kunden sind. Diese darf man eigentlich nicht bedienen, aber wenn man es tut, wird ein "Monster" im Laden, der sogenannte Aufseher ein bißchen stärker. Das muss man sich wie bei Voldemort vorstellen: Irgendwann ist er so wiederhergestellt, dass er einen angreift. Gleichzeitig darf man natürlich auch keine "echten" Kunden wegschicken, sonst könnte man ja den Laden einfach zumachen. Es bleibt also schwierig. Und das war es auch bei uns im Spiel.

Im digitalen Spiel sind die Anomalien cool mit gruseligen Effekten ausgestattet, das hatten wir natürlich so nicht, aber die Erkennungsmerkmale waren teilweise auch ziemlich tricky. Noah hat sich beim Bau und Gestalten des Kiosks wirklich selbst übertroffen. Es war alles da: Fächer für die Zutaten und Getränke, Dönerspieß, Ablagen zum Zubereiten der Shawarmas, eine Friteuse mit Sound und Timer, Tüten aufgemaltem Logo für die Pommes, Preisübersicht und Firmenschild, Kasse und Zertifikat. Besonders beachtlich ist auch die gelungene Mischung aus hoher Funktionalität und leichter Verwahrlosung im Aussehen. Der Kiosk hatte einen improvisierten, leicht heruntergekommenen Charme, der das Ergebnis eines kontroversen Gestaltungprozesses war.

Im ersten Probedurchlauf sind die Kunden noch schön einzeln und nacheinander zum Kiosk gegangen, aber schnell war klar, dass dies dem Sinn des Spiels nicht gerecht wird, weil die Kioskmannschaft zuviel Zeit und Gelegenheit hatte, die Kunden nach Merkmalen einer Anatomie abzusuchen. Am nächsten Tag wurde also optimiert: Alle können gleichzeitig hin und auch mehrere Sachen bestellen. Das hat die Situation am Kiosk korrekt unübersichtlich gemacht, zumal viele Kinder die Gelegenheit genutzt haben, als Kunden mal so richtig die Sau rauszulassen mit Sonderwünschen, Ungeduld und allgemeiner Lautstärke. Das hat das Stresslevel der Verkaufsmannschaft angemessen angehoben. Zumal viele Sachen erledigt werden mussten: Bestellungen entgegennehmen, Shawarmas füllen, rollen und verpacken, Pommes in Friteuse, diese starten, nach Signal Pommes in Tüte füllen, bestellte Getränke ausgeben und natürlich kassieren. Dabei noch auf Anomaliemerkmale wie ein schwarzes Haargummi oder einen Klebepunkt irgendwo zu achten, war unter diesen Bedingungen eine echte Herausforderung. Und natürlich gab es noch den Aufseher, der mit jedem Fehler erstarkt. Gelöst wurde dies durch ein von Robert entwickeltes Scratchprogramm auf dem bereitstehenden Laptop. Jedes Kind hat dort, nachdem es entweder bedient wurde oder nicht, eine Taste gedrückt, ob es richtig eingeschätzt worden war, also als als "echter" Kunde bedient wurde und als Anomalie nicht. Bei x Fehlern startete ein Timer, währenddessen die Verkaufsmannschaft die Möglichkeit hatte, sich an der gegenüberliegenden Hallenwand in Sicherheit zu bringen. Sind sie nicht rechtzeitig angekommen, hatten sie verloren.

Insgesamt muss man sagen, dass das Spiel erstaunlich gut funktioniert hat – und zwar für beide Mannschaften. Es war allerdings auch beeindruckend laut: Kunden außer Rand und Band und Imbisspersonal am Limit! Horror gab es nicht, aber Adrenalin pur.

Shawarma Kiosk analog: mehrer Kinder am Tresen Shawarma Kiosk analog: Plan 2 Jungs im Shawarma Kiosk

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